Archiv für die Kategorie „Fangberichte“

Das Angeljahr fast wieder vorbei- oder wie ich es liebevoll nenne: Projekt Donau Zwanzig Zehn

Dienstag, 14. September 2010
...einst ging ich am Ufer der Donau entlang....

...einst ging ich am Ufer der Donau entlang....

Da meine Familie am Sonntag bei einer Freundin zu Kaffee und Kuchen geladen war, und mir die Abstinenz auf ein Stück Kuchen gar nicht schadet, habe ich meine voller Ehrfurcht gerichteten Angelsachen gepackt und bin los, an der stark wasserführenden Donau in Sigmaringendorf mein Glück zu versuchen.

An der teilweise gut durchfeuchteten Uferregion entlanggekämpft, habe ich nach kurzer Zeit einen wunderschönen Platz an der Donau gefunden, um hier den Forellen die schönsten Würmer zu zeigen. Schon nach kurzer Zeit hatte ich zwei schöne Forellen mit 33 und 35 cm sicher gelandet. Danach habe ich die Köderart gewechselt und bin auf den gut ausgesuchten leicht bronzefarbenen Blinker ausgewichen. Beim zweiten Wurf schwamm eine Forelle hinterher und schnappte sich das verlockende Etwas ca. 2m vor dem Ufer. So ging ich nach 2 Stunden in der schönen Natur mit 3 schönen Fischen nach Hause und zum Abendessen gab es frisches Forellenfilet mit leckeren Kartoffeln und einer Weißweinsoße. …lecker….

JP

Hochwasser-Döbel

Mittwoch, 19. Mai 2010

Neckar-Döbel

Da habe ich mich am Sonntag trotz Hochwasser nicht halten können - ich musste mal wieder an den Neckar. Die Aussichten und das Wasser waren extrem trüb, und dass sich am Sonntagmorgen kein einziger Angler außer mir am reißenden Strom blicken ließ, senkte meine Erwartungen auf ein Minimum.

Tatsächlich war die Angelei recht anstrengend, selbst riesige Bleie wurden, kaum waren sie mehr als 10cm vom Ufer entfernt, rigoros von den Fluten mitgerissen..

Trotzdem gab es zwei- dreimal zaghafte Bisse von Tieren, die sich ganz nah am Ufer befinden mussten. Bis plötzlich ein Rütteln, überhaupt nicht zaghaft sonder eher brutal, meine Rute beugte und ich vor Schreck schier gar in die Brühe stolperte.

Jetzt war das nicht mein erster Döbel und ich weiß, dass Döbel durchaus nette Kämpfer sind. Mit “nett” meine ich, dass sie sich meist freundlicherweise nach ein bis zwei kurzen Fluchtversuchen mit ihrem Schicksal arrangieren und straight auf einen zugeschwommen kommen, so dass man beim schnellen Kurbeln Mühe hat die Schur straff zu halten. Und dann hängen sie da am Ufer an der Schnur und glotzen einen ungläubig und hoffnungslos an. Das ist dann wohl auch der Grund, warum so viele, leckere Döbel oftmals wieder zurückgesetzt werden. Einfach nur Mitleid.

Nun, dieser Döbel war doch anders, er ging mindestens so ab wie eine fette Regenbogen und durch die starke Strömung war es wirklich ein gutes Stück Arbeit ihn dem Fluß zu entreißen. Dafür hat er dann keinen Muckser mehr gemacht als er im Kescher lag. Schöne 47cm und 1,8kg.

Wünsch euch viel Petri Heil in dieser Saison.

Auf der Suche nach dem Donaugold

Freitag, 18. September 2009

Angeln in der Donau habe ich noch gut aus meiner Jugendzeit in Erinnerung. In meiner alten Heimat Bayern hatte ich es nicht weit bis nach Donauwörth, wo ich reichlich schöne Angelerlebnisse hatte. Deswegen war meine Vorfreude auf “unseren” Abschnitt sehr gross.

Am 4. August hab ich mein Zelt am Schwarzenbachtalsee aufgeschlagen. Von dort sind´s mit dem Radl grad mal 15 Minuten bis zur Donau. In Erwartung auf einen knalleheissen Sommertag, die Nacht war Sternenklar und die Temperatur über 20 Grad, stellte ich meinen Wecker auf Fünf Uhr.

Losgezogen bin ich dann mit der aufgehenden Sonne. Im Rucksack hatte ich meine Grundruten, reichlich Trinkwasser, Rollblei und Naturköder.

Zuerst beangelte ich die “Hotspots” an der Rausche – erfolglos. Später am Vormittag am Bacheinlauf war auch nicht viel los. Dann hab ich die ganze Strecke an der rechten Flussseite abgeradelt und hinter einem Brennesselmeer eine traumhaft schöne und vor allem schattige Angelstelle gefunden.

Goldbarren, Barbe geräuchert

Goldbarren, Barbe geräuchert

Dort fand ich dann mein Anglerglück. Kaum ausgeworfen kam der erste Biss: direkt an der Kante zur Hauptströmung, knallhart und ruppig – das ist die Donau, wie ich sie liebe. Auf der gegenüberliegenden Seite haben Kinder gebadet. Das hat die Fische nicht im geringsten gestört – die Beissorgie ging weiter.

Der erste Tag brachte mir einige Döbel, der grösste mit 53 cm, eine Regenbogenforelle und last but not least eine stattliche Barbe mit 60 cm und 2kg. Auch am zweiten Tag konnte ich einige kleinere Barben und ein paar Döbel überlisten. Was für ein Festmahl auf dem Campingplatz. Es gab Döbelfiletstücke in Bierteig im Wok frittiert und Barbe geräuchert.

Als ich den Deckel vom Ofen nahm, ham´s alle gesehen: das ist pures Donaugold.

Angeln aus Leidenschaft – für mich mehr als nur ein Hobby.

Petri wünscht euch Andreas

Barsche vom Boot ohne Schlechtwerden

Freitag, 18. September 2009

Normalerweise angle ich ja nicht vom Boot aus. Bei dem Geschaukel wird mir schlecht. Andererseits wollte ich es mir nicht entgehen lassen mit Andreas mal das “DropShotten” auszuprobieren - also zogen wir den letzten Sonntag im August los an den K´furter See. Sehr schön war es an diesem Sonntag morgen am See, ein paar rüstige Rentnerinnen zogen im lauen Wasser bereits um 8 Uhr ihre Bahnen und der vom leichten Wind über den See getriebene Nebel verdeckte den Müll, den die Chaoten am Abend vorher produziert hatten..

Zunächst tat sich nicht viel und wir mussten zweimal den Platz wechseln. Aber als ich beinahe darüber nachzudenken begann ob es mir nun schlecht werden sollte oder nicht begann es zu zupfeln.. Und dann bissen sie einer nach dem anderen! Solch schöne Fische gibt es in K´Furt! Und nicht wenige davon hatte die richtige Größe fürs leckere Abendessen.

Barsche aus Kirchentellinsfurt

Barsche aus Kirchentellinsfurt

So schön ist es an der Donau…

Mittwoch, 10. Juni 2009

will Euch nur kurz von einem netten Fang an der Donau berichten….1,5 Stunden mit dem Blinker unterwegs… die erste die gebissen hat war kaum Größer als der Blinker und konnte zum Glück vorsichtig ausgehängt werden. 2 weitere haben dann den Blinker wieder ausgespukt (???) und die 2 habe ich mit nach Hause auf den Grill genommen - sehr zu empfehlen.

     

 

schöne Grüße und Petri Heil

JP

…der Wurm wird gerade nicht als Köder gewünscht..

Mittwoch, 13. Mai 2009

Die Angelsaison hat wieder begonnen und viele Angler schreiten Richtung Gewässer mit dem guten alten Wurm als ´Köder im Gepäck - ob allein oder mit Mais - gestückelt, aufgezogen oder nur durchstochen - ist der Wurm als guter effektiver Köder bekannt.  Doch was ist los ??? bis jetzt noch kein einziger Zocker auf einen mit Wurm angebotenen Haken. Wasserstand, Temperatur und Trübung, sowie Tageszeit und Angelplatz berücksichtigt - nichts zu machen.

Aber wehe man nimmt den Blinker zur Hand - die Forellen der Donau haben wohl den kleinen Blinker als Köder 2009 ausgewählt. (Bei der sichtbaren Vielfalt der sich im Wasser tummelnden Kleinlebewesen, wie Bachflohkrebse Fliegenlarven und ähnlichem eigentlich kein Wunder) Der gemeine Fisch der Donau hat kein Hunger sondern beisst nur aus Neugierde. “Was schwimmt den da vorbei???” Irgendwie sind hier “Schwäbische Ambitionen” zu erkennen - ” Hosch scho am Nachbar sei neis Auto gse, da musch glei na zum Guckä” - Genau so verhält sich der Fisch, er sieht etwas neues und beisst hinnein, und das auch nur weil er keine Hände hat, um das vorbeischwimmende Etwas zu halten und näher zu erforschen.

Anbei ein kleines Bild meiner “Blinker”, die mir bei jedem Besuch an der Donau zu einem ordentlichen Fangergebnis verhelfen.

Petri Heil

JP

Verregneter Saisonbeginn

Samstag, 18. April 2009

Pünktlich um 7:00 Uhr traf Sigi bei mir ein. Es sollte ein entspannender Angelsamstag, mit endlich einmal genug Zeit werden. Doch die negative Wettervorhersage vom Vortag bewahrheitete sich und es regnete, und regnete, und regnete..

Wir ließen uns trotzdem nicht entmutigen, packten die Siebensachen zusammen und fuhren los an den Neckar bei Tübingen. Dieser zeigte sich trotz des Regens von seiner ruhigen Seite und zeigte allerhand Fischaktivität. Wir hatte auch sogleich die ersten Bisse, allesamt aber sehr vorsichtig und so zog es sich, bis wir endlich den ersten Fisch landen konnten, eine schöne Bachforelle. Dieser folgte dann in kürzester Zeit ein kapitaler Döbel und noch eine untermaßige Bafo.

Inzwischen waren wir ziemlich durchnäßt und übten uns in “Brücken-Hopping” um dem Naß zu entgehen. Um die Mittagszeit war dann eher eine Beißflaute und wir schickten uns an einzupacken, aber zuvor konnte Sigi seinem Döbel noch eine weitere, schöne Bachforelle zufügen.

Alles in allem ein verregneter, aber gelungener Saisonauftakt. Petri Heil allen Anglern!

Forelle am Karfreitag

Donnerstag, 9. April 2009

Zitat E.Neumann: des Wasser isch so hoch, da ka i garnet zum Fischä !!

Und da hat der gute Erich recht !! Die Donau im Bereich Sigmaringen hat gerade einfach zu viel Wasser um das Mittagessen für den Karfreitag Preis zu geben. Genau aus diesem Grund waren wir unterwegs nach Rottenburg um an verschiedenen ruhigeren Gewässern unser Glück zu versuchen. Auf der Fahrt äusserte ich den Wunsch nach einem Nachmittag mit Fanggarantie - ich habe nämlich Leute zum Essen eingeladen und möchte den Fisch nicht im Supermarkt kaufen.

Gesagt - getan - eine halbe Stunde später war ich das erste mal in meinem Leben an einem Gewässer in dem sich die Forellen nur so tummelten und kurze Zeit später hatten wir auch unser persöhnliches Ziel erreicht.

56 Forellen, 12 Hechte, 4 Makrelen und 2 Silberfische….neee Quatsch. Aber wenn man es noch nicht erlebt hat, ist so ein Angelpark echt eine Erfahrung - vor allem für Kinder und Jungfischer, die da auch mal die Fische beobachten können, und Ihre Ködertechnik auf den Fisch abstimmen und sensibilisieren können.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest und in Kürze gibts wieder Fangberichte aus der Donau - versprochen.

JP