Angeln in der Donau habe ich noch gut aus meiner Jugendzeit in Erinnerung. In meiner alten Heimat Bayern hatte ich es nicht weit bis nach Donauwörth, wo ich reichlich schöne Angelerlebnisse hatte. Deswegen war meine Vorfreude auf “unseren” Abschnitt sehr gross.
Am 4. August hab ich mein Zelt am Schwarzenbachtalsee aufgeschlagen. Von dort sind´s mit dem Radl grad mal 15 Minuten bis zur Donau. In Erwartung auf einen knalleheissen Sommertag, die Nacht war Sternenklar und die Temperatur über 20 Grad, stellte ich meinen Wecker auf Fünf Uhr.
Losgezogen bin ich dann mit der aufgehenden Sonne. Im Rucksack hatte ich meine Grundruten, reichlich Trinkwasser, Rollblei und Naturköder.
Zuerst beangelte ich die “Hotspots” an der Rausche – erfolglos. Später am Vormittag am Bacheinlauf war auch nicht viel los. Dann hab ich die ganze Strecke an der rechten Flussseite abgeradelt und hinter einem Brennesselmeer eine traumhaft schöne und vor allem schattige Angelstelle gefunden.

Goldbarren, Barbe geräuchert
Dort fand ich dann mein Anglerglück. Kaum ausgeworfen kam der erste Biss: direkt an der Kante zur Hauptströmung, knallhart und ruppig – das ist die Donau, wie ich sie liebe. Auf der gegenüberliegenden Seite haben Kinder gebadet. Das hat die Fische nicht im geringsten gestört – die Beissorgie ging weiter.
Der erste Tag brachte mir einige Döbel, der grösste mit 53 cm, eine Regenbogenforelle und last but not least eine stattliche Barbe mit 60 cm und 2kg. Auch am zweiten Tag konnte ich einige kleinere Barben und ein paar Döbel überlisten. Was für ein Festmahl auf dem Campingplatz. Es gab Döbelfiletstücke in Bierteig im Wok frittiert und Barbe geräuchert.
Als ich den Deckel vom Ofen nahm, ham´s alle gesehen: das ist pures Donaugold.
Angeln aus Leidenschaft – für mich mehr als nur ein Hobby.
Petri wünscht euch Andreas